Der goldene Wiener Philharmoniker –
Im Quartett zum Welterfolg
Die Geschichte des Wiener Philharmonikers nahm im November 1988 ihren Ursprung, als eine Gesetzesnovelle die Ausgabe von Münzen aus reinem Gold zum Tageskurs zuzüglich eines geringen Aufgelds möglich machte. Die für Anleger auf der ganzen Welt konzipierte neue Goldmünze sollte ein typisch österreichisches Auftreten mitbringen, so die Idee. Was lag da näher, als Musik und eines der besten Orchester der Welt als Namens- und Motivgeber zu wählen! Der Wiener Philharmoniker war geboren.
Dabei wäre es beinahe gar nicht zum Namen ‚Wiener Philharmoniker’ gekommen.“ Denn zunächst war man beim Orchester skeptisch. Zufällig hatte jedoch die Frau des damaligen Orchestervorstands Professor Resel von der Idee erfahren. Ihre Begeisterung für einen „Goldenen Wiener Philharmoniker“ ließ die Orchestermitglieder erkennen, wie „goldrichtig“ eine solche Münze war. Heute sind Orchester wie Goldmünze weltweit populär und wirken im „Duett“ als Botschafter österreichischer Qualität und Kultur.
Sein Aussehen verdankt der Wiener Philharmoniker dem heutigen Chefgraveur der MÜNZE ÖSTERREICH, Thomas Pesendorfer. Von der ersten Prägung an zeigt die Bullionmünze, wie gemünztes Anlagegold auch genannt wird, auf der einen Seite Instrumente des berühmten Orchesters. Auf der anderen Seite ist die vom „Neujahrskonzert“ bekannte Orgel im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins zu sehen. Das Design der Münze blieb – abgesehen vom neuen Euro-Nennwert und dem stets aktualisierten Prägejahr – über die Jahre hinweg unverändert.
Der eigentliche Startschuss für den „Goldenen Philharmoniker“ fiel am 10. Oktober 1989, als die Münze erstmals im Handel angeboten wurde. Anfänglich gab es den Wiener Philharmoniker in zwei Größen: zu einer Unze (31,1g) sowie zu einer viertel Unze (7,8g). Von Anfang an wurden sämtliche Erwartungen übertroffen, nach nur drei Monaten waren über 620.000 Münzen bzw. über 400.000 Unzen verkauft. International hatte sich der Wiener Philharmoniker vor allem gegen Mitbewerber aus Kanada, den USA, Australien und Südafrika zu behaupten. Das gelang der österreichischen Münze mit dem klingenden Namen überraschend schnell. Schon 1990 war sie die Nummer 1 in Europa, am Weltmarkt erreichte man auf Anhieb den zweiten Rang. Viermal schon war die Münze aus Wien die ‚Meistgekaufte Münze der Welt’. Erstmals im Jahr 1992 und ebenso in den Jahren 1995, 1996 und 2000. Mittlerweile war aus den Wiener Philharmonikern ein Quartett geworden. Die Münze gab und gibt es in vier Größen. Zur ganzen und viertel Unze hatten sich halbe (15,6g) und zehntel Unze (3,1g) gesellt. Damit sollte Anlegern noch mehr Flexibilität und ein für jeden Anlass passendes Geschenk bzw. Souvenir geboten werden.
International erfolgreich
Weltweit tritt der Wiener Philharmoniker als einzige europäische Anlagemünze und damit auch als einziges derartiges Geldstück mit Euro-Nennwert an. Neben Europa ist der Wiener Philharmoniker vor allem in Nordamerika und Japan von besonderer Bedeutung. In Nordamerika konnte sich der Philharmoniker erfolgreich neben den lokalen Anbietern etablieren. In Japan, wo der Philharmoniker aus sprachlichen Gründen „Harmony“ heißt, entscheidet sich die Mehrheit der Anleger für das Goldstück „Made in Austria“. Als einzige Goldbullionmünze mit einem Euro-Nennwert, ist der Wiener Philharmoniker heute die Anlagemünze Europas.
Die Idee der Anlagemünze Wiener Philharmoniker
Der Wiener Philharmoniker richtet sich vorrangig an Anleger, die Geld in physisches Gold investieren wollen. Über Jahrtausende hinweg hat sich das gelbe Metall als wertbeständige Anlageform bewährt. Experten empfehlen etwa 3 bis 5% des Vermögens langfristig in Gold anzulegen, denn es bietet seinem Besitzer gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Sicherheit und Unabhängigkeit. Obwohl auch Gold Kursschwankungen unterliegt, hat es stets seinen hohen Wert behalten und ist gerade dann besonders wertvoll, wenn anderes – etwa Papierwerte – verliert. Zwar ist vom Gesetz her der Wiener Philharmoniker in Österreich Zahlungsmittel, in der Praxis aber zählt er als Stück Gold, ähnlich einem Barren. Sein Verkaufspreis orientiert sich am tagesaktuellen Goldpreis zuzüglich eines geringen Aufgeldes. Als Anlagemünze wird er in den meisten Ländern umsatzsteuerfrei gehandelt und in der MÜNZE ÖSTERREICH nach Bedarf geprägt.
Höher als der Mount Everest
Von vielen Anlegern im In- wie im Ausland wird die Wiener Prägung als schönste Goldmünze weltweit bezeichnet. Seit dem „Startschuss“ im Oktober 1989 gingen mehr als 8,7 Mio. Wiener Philharmoniker an Anleger in der ganzen Welt. All diese Münzen zusammen entsprechen einem Gewicht von 5,8 Mio. Unzen, das sind rund 182 Tonnen pures Gold. Diese Münzen aufeinander gestapelt ergäben einen 14.304 m hohen Turm, neben dem der Mount Everest mit seinen 8.850 m „klein“ aussehen würde.
Wiener Philharmoniker als „Größte Goldmünze der Welt“
Anlässlich des 15-Jahr-Jubiläums des Wiener Philharmonikers im Oktober 2004 fertigte die MÜNZE ÖSTERREICH 15 Stück Wiener Philharmoniker aus je 1.000 Unzen purem Gold. Das brachte prompt die Eintragung ins „Guinness-Buch der Rekorde“ als „Größte Goldmünze der Welt". Jeder der Rekord- Philharmoniker ist aus über 31 kg purem Gold mit einem Durchmesser von 37 cm und einer Dicke von 2 cm. Auch wenn die Münzen, die längst an Käufer in der ganzen Welt gegangen sind, mit ihrem 100.000-Euro-Nennwert Zahlungsmittel in Österreich sind, zum Einkaufen eignen sie sich nicht wirklich. Nicht nur, weil die Münzen aufgrund ihres Gewichts und der Größe eher unhandlich sind. Mit je über 400.000 Euro ist das Gold ein Vielfaches des Nennwerts wert.
Geprägt in der MÜNZE ÖSTERREICH
Geprägt wird der Wiener Philharmoniker ausschließlich in Wien in der MÜNZE ÖSTERREICH, der offiziellen und einzigen Münzprägestätte des Landes. Das Haus blickt auf eine über 800 Jahre lange Geschichte zurück, die mit der Lösegeldzahlung für den englischen König Richard Löwenherz an den Babenberger Herzog Leopold V. im Jahr 1194 ihren Ursprung nahm. Damals musste ein großer Teil des erpressten Silberschatzes, dessen heutiger Wert auf rund 2,2 Mio. Euro geschätzt wird, unter den Prägehammer. In der Folge kam es vor 810 Jahren zur Gründung der ersten Wiener Prägestätte, aus der die MÜNZE ÖSTERREICH hervorging.
Heute ist die MÜNZE ÖSTERREICH ein weltweit anerkanntes, modern geführtes Unternehmen im Alleinbesitz der Oesterreichischen Nationalbank. Sie ist unter anderem für die Versorgung mit Euro- und Cent-Münzen für den Bargeldumlauf zuständig. Weltweit führend ist das Unternehmen mit seinen Sammlerprodukten, die zum einen für Tradition, zum anderen auch für Innovation stehen. Neben dem nunmehrigen Weltrekord mit der größten Goldmünze sorgte die MÜNZE ÖSTERREICH auch schon bisher für internationale Aufmerksamkeit: etwa mit der ersten Sammlermünze aus dem Raumfahrt-Metall Titan oder der ersten Niob-Prägung, die aufgrund einer speziellen Lichtbrechung bunt erscheint. Zu den Anlegerprodukten zählen neben dem Wiener Philharmoniker auch Prägungen früherer Epochen, die aus Gründen der Tradition weitergeführt werden. Dazu gehören die Goldmünzen Dukaten, Kronen und Gulden, aber ebenso die bedeutendste Silbermünze der Welt, der Maria-Theresien-Taler.