Die Münze im Laufe der Jahrhunderte

Die Münze Wien entsteht am Hof der Babenberger
Die Münze Wien entsteht am Hof der Babenberger

Die Münze Wien entsteht am Hof der Babenberger nachdem der erste Teil des Lösegeldes für Richard Löwenherz eingetroffen ist.

Wo genau die Münze errichtet wurde ist heute nicht mehr bekannt, allerdings wurde bei den 800-Jahr Feierlichkeiten zur Wiener Münze 1994 eine Gedenktafel in Wien, Am Hof angebracht. An der Stelle wo Historiker den Standort der Münze vermuten.

Wiener Wollzeile
Wiener Wollzeile
Aus Platzmangel musste die Wiener Münze immer wieder umziehen, im Jahre 1371 wird ein Münzhaus auf der Wollzeile erstmals urkundlich erwähnt. In diesem Haus verbleibt die Münze bis ins 18. Jahrhundert, hier trägt sich auch das Wunder um die Verschonung von der Pest zu und die daraus resultierende Wallfahrt. 
1554 Walzenprägung

Erste Versuche der Walzenprägung und somit der beginnenden industriellen Fertigung scheitern allerdings in Wien mangels der erforderlichen Wasserkraft. In Hall in Tirol und anderen Prägestätten wird diese Art der Prägung aber erfolgreich angewandt. Die Technik ist so revolutionär, dass in Segovia von Tiroler Handwerkern eine Walzenprägemaschine (wohlgemerkt aus Holz gefertigt) errichtet wird.

1650 Taschenwerk
Da die Walzenprägung auf Grund der fehlenden Wasserkraft in Wien nicht erfolgreich angewendet werden konnte, setzt sich um 1650 das Taschenwerk als Prägewerkzeug durch. Bei dieser Art der Prägung werden zwei halbrunde Stempel gleichzeitig von beiden Seiten auf ein Münzband (Zain) gedrückt. Charakteristisch für diese Art der Prägung ist der Umstand, dass diese Münzen nie eine exakt runde Form erhielten. 
1700 Spindelpresse

Um 1700 setzt sich in der Münzprägung die aus Frankreich stammende Erfindung der Spindelpresse (auch Balancier genannt) auf Grund ihres schönen Prägebildes immer mehr durch. Bei dieser Art der Prägung wird der Druck durch eine rotierende Spindel die durch große Eisenkugeln noch beschleunigt wird erzeugt. Dies Prägetechnik kommt heute noch bei Schauprägungen und in leicht abgeänderter Form in der Medaillenprägung zum Einsatz.

1733 Graveur-Akademie
Die Graveur-Akademie wird in Wien gegründet.
1752 Himmelpfortgasse
Übersiedlung in die Himmelpfortgasse
1780 Maria-Theresien-Taler
Der erste Maria-Theresien-Taler wird im Todesjahr der Kaiserin geprägt.
Kniehebelpressen 1826
Das Hauptmünzamt bestellt zwei Kniehebelpressen.
1835 Münzhaus am Heumarkt
Baubeginn für das Münzhaus am Heumarkt, bis heute Sitz der Münze Österreich AG
1989 Münze Österreich AG
Das Hauptmünzamt wird zur Münze Österreich AG als Tochterunternehmen der Oesterreichischen Nationalbank.
Erstausgabe Wiener Philharmoniker 1989

Erstausgabe des Goldenen Wiener Philharmonikers

Silber-Niob-Münze

Die Münze Österreich AG prägt als erste Prägestätte weltweit eine Silber-Niob-Münze.